Herren 30 punkten beim Tabellenletzten

Mit zwei Heimniederlagen im Gepäck reisten unsere Herren 30 mit einigen Sorgen zum ebenfalls noch sieglosen Tabellennachbarn TC Blau-Weiß Lingen. Beide Teams wussten um die Brisanz dieses Abstiegsduells. Der Verlierer würde es schwer haben, noch die drei notwendigen Siege für den Klassenerhalt zu erringen.

TCM Herren 30 _ 2016Unser Team organisierte in letzter Sekunde die Anreise ihres stärksten Spielers Branislaw Sekac (Slowakei). Der 37-jährige ehemalige Weltranglistenspieler aus Bratislava ist heute als Nachwuchstrainer tätig und musste aus Rom über Amsterdam nach Lingen anreisen. Um 2.00 Uhr morgens erreichte er das Hotel.

Die Spieler, die in der ersten Einzelrunde antreten mussten, beflügelte das anfangs nicht. Christian Möhrke, Oliver Jentsch und Matthias Hoberg fanden sehr schwer ins Spiel. Jentsch und Möhrke verloren ihre ersten Sätze und Hoberg schaffte es nach Rückstand noch in das Tiebreak. Aber während Jentsch und Möhrke ihre Spiele drehten und jeweils im Matchtiebreak gewannen, ging Hoberg über die Marathondistanz von drei Tiebreaks, leider mit einem für ihn negativen Ausgang. Er verlor das Matchtiebrak mit 7:10.

Aber unser Team führte nun mit 2:1.

Nun kam der Auftritt von Sekac, der neben Birkigt und Schimke in der 2. Einzelrunde antreten musste. Der Slowake spielte nahezu fehlerlos sein Pensum herunter und verlor erst nach 6:0, 2:0 seine ersten Punkte. Sein Gegner Jens Pahnreck (Lingen) fragte scherzhafterweise einen anderen Lingener Spieler, ob dieser nicht für ihn weiterspielen wolle.

Das 6:0, 6:1 von Sekac beflügelte auch Marko Schimke, der nach klarem Rückstand über das Matchtiebreak (10:5) den 4. Magdeburger Einzelpunkt errang. Im Spitzeneinzel unterlag Andreas Birkigt dem Lingener Stefan Went mit 2:6, 4:6.

Mit dem Zwischenstand von 4:2 waren unsere Herren 30 nun in einer guten Position für die Doppel. Der Einsatz von Sekac mit dem sehr guten Doppelspieler Schimke garantierte den wichtigen 5. Punkt. Sekac/Schimke demontierten ihre Doppelgegner Cyganek/Springfield (Lingen) mit 6:0, 6:2. Und da auch die eingespielte Paarung Möhrke/Jentsch ihren Doppelpunkt sicherten, fiel die Niederlage des Doppels Birkigt/Schumacher nun nicht mehr ins Gewicht.

Letztlich stand ein etwas glücklicher 6:3-Sieg zu Buche, der eine wichtige Ausgangsposition für die anstehenden Auswärtspartien in Berlin (Zehlendorfer Wespen) und Hamburg (Alsterquelle und Uhlenhorst – eventuell mit Michael Stich) darstellt.