Altmark-Open dominiert

Nach ihrem letzten überregionalen Turniersieg in Isernhagen im April strebte die 15-jährige Sophie Tihomirnova bei den 5. Altmark Open zu Pfingsten zu neuerlichen Erfolgen.

tihomirnova_sophie_0001Dieses hochklassige DTB-Ranglistenturnier der Kategorie A avancierte schon in den vergangenen Jahren zu dem wichtigsten überregionalen Jugendturnier in Sachsen-Anhalt.

Den neuerlichen Melderekord mit 108 Juniorinnen und Junioren aus 6 Bundesländern zu bewältigen, war eine große Herausforderung für die Ehrenamtlichen des Veranstalters um Vereinsvorstand Michael Küssner. Rechtzeitig mit Einbruch der Dunkelheit war aber am Pfingstsonntag der letzte Ball geschlagen und waren alle Sieger gekürt.

In der U18 meldeten Sophie Tihomirnova und Madlen Lüdtke und in der U14 Charlotte Wengrzik und Amy Marscheider. Alle 4 Juniorinnen überzeugten mit guten Platzierungen (Lüdtke und Wengrzik jeweils Dritte), wurden aber übertroffen vom Auftreten des Schützlings von Trainer Michael Heinz, Sophie Tihomirnova.

In der Altersklasse U18 war die Magdeburgerin, an Position2 gesetzt, in der 1. Runde mit einem Freilos ausgestattet, in der 2. Runde bezwang sie Cora Kaupke (SG Einheit Stendal) mit 6:1, 6:0. Im Halbfinale kam es zur Auseinandersetzung mit ihrer Angstgegnerin und Trainingskameradin Amina Kuc vom Biederitzer TC. In einer unruhigen und von Nervosität geprägten Partie konnte sich Sophie knapp mit 6:2, 6:4 durchsetzen. Das Endspiel erreichte neben Tihomirnova auch die Turnierfavoritin Leonie Deutschmann aus Berlin. Interessanterweise wird Leonie von Katharina Scholtisek, ehemalige Schülerin von Trainer Heinz, gecoacht. Beide Trainer sahen vorher die Berlinerin nach ihrem überzeugenden Halbfinalsieg gegen Madlen Lüdtke als Favoritin an. Aber Tihomirnova wirkte wie vom „Halbfinalballast“ befreit und spielte konzentriert und druckvoll.

Damit schien Leonie Deutschmann doch überrascht zu sein und verkrampfte zusehend. Nahm man den Verlust des ersten Satzes mit 3:6 auf Berliner Seite noch als „Betriebsunfall“ wahr, blieb Tihomirnova auch im zweiten Satz immer in Führung. Die Kraft ließ gegen Ende der Begegnung bei Sophie zwar nach, aber sie kämpfte sich mit einem Jubelschrei zum Turniersieg mit 6:3 und 6:3. Damit konnte Sophie als einzige Juniorin des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt den Siegerpokal entgegennehmen.