Bereichsmeisterschaften der Jugend: Dramatisches U12-Finale

Von Oliver Brandt. 38 Nachwuchstalente kämpften an zwei Tagen bei bestem Tenniswetter um die begehrten Pokale. Organisator Marcel Gajda hätte sich gerne noch mehr Anmeldungen gewünscht. Leider waren von den Vereinen TC GW Burg, TC Rotehorn Magdeburg, USC Magdeburg und Magdeburger TV Einheit keine Teilnehmer am Start.Bei den Juniorinnen kam in den Altersklassen U16 und U12 kein Wettbewerb zu Stande, es lagen keine Meldungen vor. Gerade bei der weiblichen U12 ist dieser Trend auch in den anderen Bereichen zu beobachten. In den Jahrgängen 2002 und 2003 gibt es aktuell einfach zu wenig Tennisspielerinnen in Sachsen-Anhalt.

1b801749cf  Im mit drei Teilnehmern kleinsten Feld des Turniers holte sich Fabian Flotho vom MTC Germania souverän den Titel. Im Match   gegen seinen härtesten Kontrahenten Anton Letzgus (1. TC Magdeburg) setzte sich der 15-Jährige mit 6:1, 6:4 durch. Dritter wurde Jan Pomarenke (1. TC Magdeburg).

Deutlich höher war die Beteiligung bei der männlichen U14. Hier sorgte Robert Neuling (1. TC Magdeburg) für eine Überraschung. Nach einem lockeren Auftaktsieg warf er im Viertelfinale den an Nummer zwei gesetzten Philip Krömer (Biederitzer TC) mit 6:4, 6:4 in einem hochklassigen Spiel aus dem Wettbewerb. Im Anschluss zog er durch ein 6:1, 6:1 gegen Daniel Bock (1. TC Magdeburg) ins Finale ein. Und auch dort führte er gegen den klaren Favoriten Jannik Hesse mit 3:1, ehe dieser sein Spiel taktisch umstellte und kein Spiel mehr abgab. Mit 6:3, 6:0 holte sich der 12-Jährige Biederitzer den Pokal. Dritter wurde Luca Welger (1. TC Magdeburg), die Nebenrunde gewann Philip Krömer.

Bei der weiblichen U14 gab es zahlreiche Dreisatzmatches. Im Viertelfinale brauchten Alexandra Arlt und Lisa Stüring (beide Biederitzer TC) drei Sätze, um sich gegen Kim Kafanke (1.TC Magdeburg) und Julia Meltendorf (MTC Germania) durchzusetzen. Für Lisa, die erst seit einem Jahr Punktspiele bestreitet, war dies ein großer Erfolg. Im Halbfinale war für die Biederitzerinnen dann aber Schluss. Alexandra Arlt verlor gegen Amy Marscheider (1. TC Magdeburg) in drei Sätzen. Im Finale traf diese auf die an Eins gesetzte Charlotte Wengrzik (LuckyFitness.de). Charlotte gewann erwartungsgemäß 6:1, 6:4, musste im zweiten Satz aber harte Gegenwehr erfahren. Die Nebenrunde gewann Kim Kafanke.

Dramatisch ging es im Finale der männlichen U12 zu. Mit Luca Müller und Ron Weber (beide Biederitzer TC) spielten sich die Favoriten ins Finale. Dort gewann Ron den ersten Satz mit 7:5, Luca den Zweiten mit 6:1. Im dritten Satz führte Ron schon 6:5 und hatte seine Chancen, das Match für sich zu entscheiden. Doch Luca behielt die Nerven, rettete sich in den Tiebreak und entschied diesen mit 7:5 für sich. Dritter wurde Paul Bonnekoh (1. TC Magdeburg) vor Alexander Hartstock (Biederitzer TC), der mit Siegen gegen Jacques Rudolph (1. TC Magdeburg) und Linus Molling (MTC Germania) aufhorchen ließ. Nebenrundensieger wurde Mirza Kuc (Biederitzer TC).

Bei der männlichen U10 kam es zum erwarteten Dreikampf zwischen Leandro Mejia Döbold, Jonas Hesse (beide Biederitzer TC) und Bennet Richter (SV Entracht Ebendorf). Gegen dieses Trio waren Malte Saalmann (1. TC Magdeburg) und Hussein Al-Khalaf (MTC Germania) chancenlos. Leandro setzte sich am Ende souverän durch. Zweiter wurde Bennet, der im längsten Match der Konkurrenz knapp mit 5:4, 5:4 gegen Jonas gewann. Alle drei wiesen ein erstaunlich hohes Niveau auf.

Bei der weiblichen U10 siegten Romina Krömer (Biederitzer TC) und Sofia Tolpygo (MTC Germania) in ihren ersten beiden Spielen gegen Leonie Welger und Klara Vielhaber (beide 1. TC Magdeburg) deutlich. Im direkten Aufeinandertreffen musste der Match-Tiebreak über den Turniersieg entscheiden. Hier setzte sich der Biederitzer Tennisfloh gegen die ein Jahr ältere und einen Kopf größere Magdeburgerin mit 10:4 durch. Freudestrahlend konnte Romina den Siegerpokal entgegen nehmen.

In allen Konkurrenzen haben sich die beiden Finalisten für die Landesmeisterschaften in Halle qualifiziert. Auch die Dritten haben durchaus noch Chancen von der Jugendkommission als Nachrücker nominiert zu werden.