Traum oder realisierbar? Tennishalle geplant

Eine eigene Tennishalle: Die Idee klingt gut. Zweifelsohne. Doch ist das hehre Ziel des Vorstandes auch erreichbar? Bei der Mitgliederversammlung am 18. Februar traf das große Vorhaben auf Zustimmung, aber auch auf Skepsis. Was auf den ersten Blick vielleicht als Illusion allzu großer Visionäre erscheinen mag, hält der Vorstand durchaus für realisierbar. Auch innerhalb der sechsköpfigen Riege hatte es im Vorfeld der Versammlung kontroverse Diskussionen gegeben. Letztendlich waren sich die Vorstandsmitglieder dann aber doch einig, das Projekt bei der Sitzung vorzustellen. Noch sei nichts in Stein gemeißelt, versicherte 1. Vorsitzender Corte Harmjanz, als er die angedachten Vorhaben präsentierte. Er zeigte sich optimistisch, auch finanzielle Hürden meistern zu können – mit Fördermitteln, aber auch mit Privatdarlehen der Mitglieder. Da Förderanträge bis Mitte des Jahres gestellt werden müssen, hofft der Vorstand darauf, dass sich die Tennisspieler rege in die Diskussion einbringen.

Die Idee einer eigenen Tennishalle schwirrte sicher schon länger in einigen Köpfen. Doch die Querelen mit Lucky Fitness, eine Vereinbarung zu treffen, die beiden Vereinen Rechnung trägt, forcierte die Gedanken beim Vorstand. Der 1. Vorsitzende betonte aber, dass es sich bei dem Projekt keinesfalls um feindselige Maßnahmen Lucky Fitness gegenüber handele. Doch der TCM sei in erster Linie für sich und seine Mitglieder verantwortlich. Von der Selbstständigkeit des Vereins an vor drei Jahren hatten sich die Vorstandsmitglieder auf die Fahnen geschrieben, Kinder und Jugendliche für den Tennissport zu begeistern. Dazu müssen auch die Kosten – speziell für die Wintersaison – im Rahmen bleiben. Die Summen, die von Lucky Fitness angeboten worden seien, „sind nicht akzeptabel“, so der Vereinsvorsitzende.

Volkmar Kampe scheidet aus dem Vorstand aus. Corte Harmjanz verabschiedete ihn mit Blumen und dankenden Worten.
Volkmar Kampe scheidet aus dem Vorstand aus. Corte Harmjanz verabschiedete ihn mit Blumen und dankenden Worten.

Er selbst würde zu dem Zeitpunkt nicht mehr Vorsitzender sein. Davon ging Corte Harmjanz zu Beginn der Versammlung noch aus. Er trat nicht wieder zur Wahl um den höchsten Vereinsposten an. Doch es fand sich niemand in den Vorstands- und Vereinsreihen, der das verantwortungsvolle Amt übernehmen wollte. Auch nach dreimaliger Aufforderung von Corte Harmjanz, jemanden vorzuschlagen, blieb es stumm im Vereinshaus. Und so muss er im Amt bleiben, bis sich ein Nachfolger findet. Das schreibt die Satzung vor. Aus Altersgründen schied Volkmar Kampe aus dem Vorstand aus. Für ihn rückt Hermann Müller nach. Er wurde ebenso einstimmig gewählt wie die anderen Mitglieder, die in ihren Ämtern bestätigt wurden. Jürgen Hoberg bleibt 2. Vorsitzender, Janine Rudolph Schatzmeisterin, Matthias Hoberg Sportwart und Eckhard Helmholz Mitglied ohne spezielle Funktion.

Die nächsten Wochen und Monate werden sicher von den Diskussionen um den etwaigen Hallenbau bestimmt sein. Die Entscheidung ist schließlich keine einfache und will gut überlegt sein.